
ELS-120 Serie
Serien- und Modellübersicht120 WATTS SINGLE/MULTI OUTPUT AC-DC
Integrated Power Designs ELS-120 Serie entdeckenExterne Netzteile versorgen ein Gerät über eine separate DC-Leitung. Als Tischnetzteile oder Steckernetzteile mit Ein- oder Mehrfachausgang halten sie die Netzspannungswandlung außerhalb des Gerätegehäuses. Solche OEM-Netzteile kommen beispielsweise für kompakte Messgeräte, industrielle Terminals, Kommunikationsgeräte und geeignete medizinische Anwendungen infrage. Entscheidend sind die passende Gleichspannung, das Lastprofil und eine eindeutig definierte Verbindung zum Gerät.
Prüfen Sie neben Ausgangsspannung, Ausgangsstrom und Gesamtleistung auch Steckerbelegung, Polarität, Kabellänge, Kühlung und die für das Endgerät benötigten Nachweise. Bei mehreren Ausgangsschienen müssen die Einzelbelastungen und das gemeinsame Leistungsbudget zusammenpassen. Das gelistete Programm umfasst unter anderem die ELS-120-Serie von Integrated Power Designs; die konkrete Lieferausführung und Datenblattrevision bestimmen ihre Eigenschaften.
Beginnen Sie mit dem tatsächlichen Verbraucher. Ein mechanisch passender Stecker oder eine gleiche Wattzahl reichen für die Austauschbarkeit nicht aus.
| Anwendung | Worauf es bei der Auswahl ankommt |
|---|---|
| Kompakte Mess- und Analysegeräte | Eine externe AC/DC-Stromversorgung spart Platz im Gerät. Prüfen Sie Restwelligkeit, Lastsprünge und Störungen über die DC-Leitung sowie das Masse- und Schirmkonzept. |
| Industrie-PC, Terminal und Kommunikation | Die Versorgung muss Dauerlast und Einschaltbedarf abdecken. Steckerhalt, Zugentlastung, Leitungsführung und die Umgebung am Aufstellort sind Teil der Auslegung. |
| Geräte mit mehreren Versorgungsschienen | Ein Mehrfachausgang kann beispielsweise Logik, Analogteil und Hilfsfunktionen versorgen. Ausgangsströme, gemeinsame Bezugspunkte und zulässige unsymmetrische Lasten getrennt prüfen. |
| Medizinische Geräte | Die passende Ausführung anhand der geforderten Schutzmaßnahmen und Ableitströme auswählen; vertiefende Kriterien stehen unter EN60601-Netzteile. |
Die Bauform beeinflusst Montage, Wärmeverteilung und Service. „Extern“ beschreibt den Einbauort; es ist keine Aussage über Schutzklasse, Geräusch oder medizinische Eignung.
| Auswahlkriterium | Bedeutung für Ihre Anwendung |
|---|---|
| Tischnetzteil | Das separate Gehäuse wird über eine Netzleitung angeschlossen. Freiraum, Lüftungsöffnungen und die zulässige Aufstelllage berücksichtigen; ein Tischgehäuse ist nicht automatisch lüfterlos. |
| Steckernetzteil | Das Netzteil sitzt unmittelbar an der Steckdose. Für diese Bauform sind Steckdosengeometrie, Länderstecker und mechanische Belastung wichtig. Eine konkret verfügbare Ausführung passend zum Bedarf anfragen. |
| Interne Alternative | Bei fester Geräteintegration kommen Einbaunetzteile oder Printmontage-Netzteile infrage. Dann müssen Netzanschluss, Berührungsschutz und Wärmeabfuhr im Gerät gelöst werden. |
| Schutzklasse I oder II | Schutzleiteranschluss und Isolationskonzept anhand der vollständigen Bestellbezeichnung prüfen. Ein Kunststoffgehäuse oder zweipoliger DC-Stecker belegt keine Schutzklasse II. |
Die Ausgangsspannung muss zum Verbraucher passen. Die Stromangabe beschreibt die zulässige Belastung des Netzteils; eine höhere Stromreserve erzwingt bei einem normalen spannungsversorgten Gerät keinen höheren Betriebsstrom.
| Auswahlkriterium | Bedeutung für Ihre Anwendung |
|---|---|
| Leistungsbudget berechnen | Für jede Schiene gilt P = U · I. Beispiel: 5 V bei 4 A und 12 V bei 3 A benötigen zusammen 56 W. Zusätzlich müssen die zulässigen Einzelströme, die Gesamtleistung und die thermischen Bedingungen eingehalten werden. |
| Anlauf und Lastsprünge | Motoren, Druckwerke und Eingangskondensatoren können kurzfristig mehr Strom benötigen als im Dauerbetrieb. Dauer, Wiederholrate und Spannungsabfall während des Startvorgangs mit der Überlastkennlinie abgleichen. |
| Netzseitiger Einschaltstrom | Der Einschaltstrom (Inrush) am AC-Eingang ist vom Laststrom am DC-Ausgang zu unterscheiden. Bei mehreren gleichzeitig eingeschalteten Schaltnetzteilen die Einschaltspitzen mit Schaltkontakten und vorgeschalteter Absicherung abstimmen. |
| Ein-, Dual- und Triple-Ausgang | Ein Mehrfachausgang liefert mehrere Spannungsschienen. Diese sind nicht automatisch voneinander galvanisch getrennt. Gemeinsame Masse, Ausgangsreihenfolge und gegebenenfalls isolierte Ausgangsoptionen konkret prüfen. |
| Mindestlast und Kreuzregelung | Bei gemeinsam geregelten Ausgängen kann die Belastung einer Schiene die anderen beeinflussen. Für die ELS-120-Serie weist der Hersteller auf mögliche Mindestlast an Ausgang 1 bei Belastung der weiteren Ausgänge hin. Den ungünstigsten Lastfall jeder Schiene testen. |
Entscheidend ist die Spannung am Verbraucher. Leitung und Steckkontakte gehören deshalb zur Stromversorgung und müssen im Versuch enthalten sein.
| Auswahlkriterium | Bedeutung für Ihre Anwendung |
|---|---|
| Leitungsverlust berechnen | Mit dem gesamten Widerstand von Hin- und Rückleitung gilt ΔU = I · R. Bei 0,10 Ω und 5 A fehlen am Gerät 0,5 V; zugleich entstehen 2,5 W Leitungsverlust. Kontaktwiderstände kommen hinzu. Das ist ein Rechenbeispiel, keine Produktangabe. |
| Steckerbelegung und Polarität | Stiftbelegung, Kontaktbelastbarkeit, Verriegelung und gegebenenfalls Sense-Kontakte dokumentieren. Bei Mehrfachausgängen jede Spannung und Rückleitung eindeutig zuordnen; gleiche Steckergehäuse können unterschiedlich belegt sein. |
| Remote Sense | Eine vorhandene Fernfühlung kann Leitungsabfälle innerhalb spezifizierter Grenzen ausgleichen. Sense-Anschlüsse genau nach Herstellerunterlagen beschalten. Eine vergrößerte Leitungslänge ist dadurch weder thermisch noch hinsichtlich EMV automatisch zulässig. |
| Ripple und Noise messen | Restwelligkeit direkt am vorgesehenen Messpunkt mit kurzer Masseverbindung erfassen. Messbandbreite, Abschlusskondensatoren und Belastung festhalten, damit die Messung mit dem Datenblatt vergleichbar bleibt. |
Zulassungen sind an konkrete Modelle, Optionen und Ausgaben der Normen gebunden. Für die Freigabe des Endgeräts sind die aktuellen Nachweise der vorgesehenen Ausführung maßgeblich.
| Auswahlkriterium | Bedeutung für Ihre Anwendung |
|---|---|
| IEC/EN/UL 62368-1 | Bei entsprechenden Audio-/Video-, IT- und Kommunikationsanwendungen die angegebenen Zertifikate und Einsatzbedingungen prüfen. Ein Nachweis für das Netzteil ist keine pauschale Zulassung jedes angeschlossenen Geräts. |
| IEC/EN 60601-1 und EMV | Bei Medizintechnik zählen Schutzmaßnahmen wie MOPP, Patientenumgebung und Ableitströme; die EMV-Bewertung nach IEC 60601-1-2 betrifft das System einschließlich Kabeln. Eine BF-Eignung darf nicht allein aus der Serienbezeichnung abgeleitet werden. |
| DoE Level VI und CoC Tier I | Diese Begriffe beschreiben Effizienzkriterien externer Stromversorgungen. Aktive Effizienz und Leistungsaufnahme im Leerlauf getrennt betrachten und den Nachweis für Modell, Ausgangskonfiguration und Zielmarkt prüfen. |
| Kühlung und Betriebspunkt | Derating beschreibt die zulässige Leistungsreduzierung bei veränderten Bedingungen. Externe Bauform bedeutet weder volle Nennleistung bis zur höchsten Umgebungstemperatur noch lüfterlosen Betrieb. Freie Luftwege und die vorgesehene Aufstelllage erhalten. |
Ein praxisnaher Versuch bildet das spätere Gerät einschließlich Leitung, Steckverbindung und Softwarezuständen ab. Halten Sie die Grenzwerte vor der Messung fest.
| Auswahlkriterium | Bedeutung für Ihre Anwendung |
|---|---|
| Elektrische Grenzfälle | Minimale und maximale vorgesehene Eingangsspannung, Start, Leerlauf, maximale Dauerlast und Lastsprünge prüfen. Bei mehreren Ausgängen auch stark unsymmetrische Belastungen erfassen. |
| Wärme und Geräusch | Den thermisch ungünstigen Aufstellort und die reale Einschaltdauer nachbilden. Lüfter, Luftführung und Geräusch im vorgesehenen Einsatz berücksichtigen; die Oberflächentemperatur allein ersetzt keine Bewertung nach den Produktunterlagen. |
| Wiederanlauf und Fehler | Reaktion auf Überlast, Kurzschluss und Netzunterbrechung bewerten. Ein automatischer Wiederanlauf oder eine verriegelnde Abschaltung kann sich auf die Funktion des angeschlossenen Geräts unterschiedlich auswirken. |
| Prüftechnik | Elektronische Lasten unterstützen reproduzierbare Belastungen; Leistungsmessgeräte helfen bei der Erfassung von Eingangsleistung und Wirkungsgrad. |
Nein. Neben der Spannung müssen Ausgangsart, Strombelastbarkeit, Polarität, Steckerbelegung, Schutzkonzept und dynamisches Verhalten passen. Bei Mehrfachausgängen ist jede Schiene einzeln zu prüfen.
Bei einer passenden Konstantspannungsversorgung bestimmt üblicherweise der Verbraucher den Strom. Eine höhere Strombelastbarkeit kann Reserve schaffen; Spannung, Absicherung und übrige Anforderungen müssen trotzdem stimmen.
Ströme unterschiedlicher Spannungsschienen sind keine gemeinsame Leistungsangabe. Berechnen Sie die Leistung jeder Schiene und beachten Sie zusätzlich die Gesamtleistungsgrenze sowie Mindestlast- und Kreuzregelungsbedingungen.
Nein. Auch Tischnetzteile können einen internen Lüfter besitzen. Geräusch, Luftführung und Wartungsbedingungen müssen zur Anwendung passen.
Nur nach Prüfung von Spannungsabfall, Strombelastbarkeit, Kontaktwiderständen und EMV. Eine gleich aussehende Verlängerung kann den Spannungsverlauf beim Start und bei Lastwechseln verändern.
Nein. Die dokumentierten Eigenschaften unterstützen die Geräteauslegung. Schutzmaßnahmen, Ableitströme, Schnittstellen und EMV müssen für die vollständige Anwendung beurteilt werden.
Für eine gezielte Stromversorgung-Beratung benötigt CME die gewünschten Spannungsschienen, Dauer- und Spitzenströme, Steckerbelegung, Kabellänge, Einbausituation und erforderlichen Nachweise. Bei Ersatz oder Serienfreigabe ergänzen Sie die genaue Bestellbezeichnung und Datenblattrevision.
Externe Stromversorgung besprechenZurück zur Übersicht Netzteile. Alternativen für die Geräteintegration sind interne Netzteile und Printmontage-Netzteile. Für weitere medizinische Auswahlkriterien nutzen Sie EN60601-Netzteile.