
SRP-25A Serie
Serien- und Modellübersicht25 WATTS SRP-25 SERIES
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Medizinische Netzteile stellen die DC-Stromversorgung für elektronische Baugruppen in Medizingeräten bereit. CME bietet AC/DC-Netzteile mit medizinischer Zulassung nach IEC/EN 60601-1, darunter modellabhängig Ausführungen mit 2 MOPP und ohne Lüfter. Für Ihre Stromversorgung in der Medizintechnik wählen Sie nach Ausgangsleistung, Bauform, Kühlung und dem dokumentierten Schutzkonzept.
Für die OEM-Geräteintegration stehen Open-Frame- und Chassis-Ausführungen sowie externe Netzteile zur Auswahl. Entscheidend sind die Nachweise des konkreten Modells: Isolation, Ableitströme und Einbaubedingungen müssen zum medizinischen Gerät und zum Zielmarkt passen.
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Beginnen Sie mit dem Versorgungskonzept und der vorgesehenen Anwendung. Ein medizinisches Schaltnetzteil muss sowohl die elektrische Last als auch die Anforderungen an Sicherheit, Geräuschentwicklung und Wärmeabfuhr erfüllen. Die Auswahlhilfe führt zu den wichtigsten Prüfpunkten.
| Ihre Aufgabe | Passender Ansatz |
|---|---|
| Kompaktes medizinisches Gerät versorgen | Ein medizinisches Einbaunetzteil als Open-Frame- oder Chassis-Ausführung spart Platz im Gerät. Montage, Berührschutz, Isolationsabstände und Kühlung gemeinsam planen. Für weitere Bauformen führt der Einstieg zu internen Netzteilen. |
| Netzversorgung außerhalb des Geräts anordnen | Ein externes medizinisches Netzteil kann den AC-Netzanschluss und einen Teil der Verlustwärme aus dem Gerät verlagern. Ausgangsstecker, Kabel, Schutzklasse und die medizinischen Nachweise der konkreten Ausführung prüfen. |
| Geräuscharmes Gerät entwickeln | Ein Netzteil ohne Lüfter kann den akustischen Anforderungen entgegenkommen. Maßgeblich sind die zulässige Leistung bei natürlicher Konvektion, Umgebungstemperatur und Einbaulage. Lüfterlos bedeutet nicht, dass keine Wärmeabfuhr erforderlich ist. |
| Patientenanschlüsse berücksichtigen | Das Schutzkonzept vom Netz bis zum Anwendungsteil festlegen. MOPP, Isolationspfade und Ableitströme werden für das vollständige System betrachtet. Eine 2-MOPP-Angabe für den Netzeingang allein beantwortet nicht jede Anforderung am Patientenanschluss. |
| Eine vorhandene DC-Spannung weiter isolieren | Wenn eine zusätzliche galvanisch getrennte Versorgung benötigt wird, kommen passend spezifizierte DC/DC-Wandler mit EN60601 infrage. Deren Nachweise müssen zum erforderlichen Isolationspfad passen; ein zusätzlicher Wandler ist nicht in jeder Anwendung nötig. |
Die vorhandenen Filter unterscheiden Chassis, Open-Frame/Chassis und externe Netzteile. Unter „Bauform Detail“ finden Sie außerdem geschlossene Ausführungen mit Lüfter sowie Stecker-/Tischnetzteile. Vergleichen Sie die konkrete Serie und deren Einbauzeichnung.
| Ausführung | Bedeutung für Ihr Gerät |
|---|---|
| Open-Frame / Einbaunetzteil | Offene Bauform für die Integration in das Gerätegehäuse. Berührschutz, Befestigung, Kriech- und Luftstrecken sowie Luftführung gehören zur Geräteauslegung. Das Glossar zu Open-Frame-Netzteilen erklärt die mechanische Bauform. |
| Chassis / geschlossen | Ein Chassis unterstützt die Montage; eine Abdeckung kann je nach Ausführung hinzukommen. Geschlossene Netzteile können einen Lüfter besitzen. Gehäuseform, Kühlung und Schutzart sind getrennte Merkmale und müssen zum Einbau passen. |
| Steckernetzteil / Tischnetzteil | Für die externe Versorgung: Netzanschluss, DC-Leitung, Steckverbinder und Polarität auf das Gerät abstimmen. In der allgemeinen Kategorie externe Netzteile sind die medizinischen Nachweise jeweils gesondert zu prüfen. |
| Ohne Lüfter / mit Lüfter | Ohne eigenen Lüfter kann ein definierter Systemluftstrom trotzdem erforderlich sein. Bei aktiver Kühlung sind Luftmenge, Strömungsrichtung, Geräusch und Wartung relevant. Die Nennleistung gilt nur unter den angegebenen Kühlbedingungen. |
| Derating und Wirkungsgrad | Hohe Umgebungstemperatur, niedrige Eingangsspannung oder eingeschränkte Kühlung können eine Leistungsreduzierung erfordern. Wirkungsgrad und Verlustwärme am vorgesehenen Lastpunkt vergleichen und die thermischen Grenzen im Gerät überprüfen. |
„Netzteile mit medizinischer Zulassung“ beschreibt die für ein Modell belegten Prüfungen und Einsatzbedingungen. Die Normenfamilie IEC/EN 60601 betrifft medizinische elektrische Geräte; für die grundlegende Sicherheit ist Teil 1 maßgeblich. Ein entsprechend bewertetes Netzteil unterstützt die Geräteentwicklung, ersetzt jedoch nicht die Sicherheits- und EMV-Bewertung des vollständigen Geräts.
| Begriff oder Nachweis | Was für die Auswahl zählt |
|---|---|
| IEC / EN 60601-1 | Die internationale IEC-Norm und ihre europäische EN-Fassung einschließlich anwendbarer Änderungen unterscheiden. Normausgabe, regionale Übernahme, Prüfbericht und genaue Modellbezeichnung müssen zum Zielmarkt passen. Eine Angabe „IEC60601“ ohne Teil und Ausgabe reicht für die technische Freigabe nicht aus. |
| MOOP, MOPP und 2 MOPP | MOOP bezeichnet Schutzmaßnahmen für Bediener, MOPP für Patienten. 2 MOPP beschreibt zwei Patientenschutzmaßnahmen für einen festgelegten Isolationspfad. Arbeitsspannung, Isolationsart, Kriech- und Luftstrecken sowie Prüfbedingungen gehören zum Nachweis; die Isolationsprüfspannung allein genügt nicht. |
| Ableitstrom / Leckstrom | Erdableitstrom, Berührungsstrom und Patientenableitstrom unterscheiden. Grenzwerte und Messbedingungen hängen unter anderem von Gerät, Anwendungsteil sowie Normal- und Einzelfehlerbedingungen ab. Auch Filter, Leitungen und angeschlossene Komponenten beeinflussen das System. |
| Schutzklasse I / II und B / BF / CF | Schutzklasse I beziehungsweise II betrifft das elektrische Schutzkonzept des Geräts. B, BF und CF klassifizieren Anwendungsteile und deren Schutzanforderungen. Diese Begriffe sind nicht austauschbar; ein Netzteil mit 2 MOPP ist nicht automatisch für jedes BF- oder CF-System ausreichend. |
| EMV nach IEC / EN 60601-1-2 | Störaussendung und Störfestigkeit für die vorgesehene Einsatzumgebung betrachten. Netzteilnachweise sind eine Grundlage; Gehäuse, Erdung, Schirmung, Verkabelung und weitere Baugruppen können das Ergebnis im Endgerät verändern. |
| US-Nachweise und UL-Kennzeichnung | Für die USA ist unter anderem ANSI/AAMI ES60601-1 mit den anwendbaren Änderungen relevant. Prüforganisation, Zertifikat und Modellzuordnung kontrollieren. Eine UL Recognized Component ist für die Integration bewertet; ihre Conditions of Acceptability müssen im Endgerät eingehalten werden. |
Vertiefende Begriffe und Zusammenhänge finden Sie im Glossar „Medizinische Netzteile“. Bei Bestandsserien mit älteren Angaben wie IEC 601-1 oder UL 2601-1 sollten Sie den aktuellen Zertifizierungsstatus für die geplante Anwendung anhand der Herstellerunterlagen klären.
| Kriterium | Datenblatt und Anwendung abgleichen |
|---|---|
| Eingang und Netzanschluss | Eingangsspannungsbereich, Frequenz, Absicherung und Netzanschluss prüfen. Ein Weitbereichseingang erleichtert unterschiedliche Netzspannungen; die konkreten Grenzen sind modellabhängig. |
| Spannung, Strom und Ausgänge | Ausgangsspannung, Dauerlast, kurzzeitige Lastspitzen und Gesamtleistung festlegen. Bei mehreren Ausgängen zusätzlich die gleichzeitige Belastung, Mindestlasten und Lastverteilung berücksichtigen. Benötigte Reserven mit den Kühlbedingungen abgleichen. |
| Restwelligkeit und Regelung | Restwelligkeit (Ripple & Noise), Netzregelung, Lastregelung und Verhalten bei Lastwechseln sind besonders für empfindliche Mess- und Sensorsignale relevant. Die Datenblattwerte mit Messbandbreite und Prüfaufbau vergleichen. |
| Einschaltstrom und PFC | Einschaltstrom (Inrush Current) und Anlaufverhalten mit Sicherung und Netzanschluss abstimmen. Leistungsfaktorkorrektur (PFC) und zulässige Netzrückwirkungen anhand des Modells und des Endgeräts beurteilen. |
| Schutzfunktionen und Wiederanlauf | Überlast-, Überspannungs- und gegebenenfalls weitere Schutzfunktionen anhand des Datenblatts prüfen. Entscheidend ist auch, ob sich der Ausgang automatisch erholt oder ein Neustart erforderlich ist. |
| Isolation und Dokumentation | Den Filter „Ein-/Ausgangsisolation“ zur Vorauswahl nutzen. Für die Freigabe sind zusätzlich MOPP/MOOP, Ableitströme, Einbaubedingungen und die Nachweise des konkreten Modells nötig. Hersteller und Serie helfen bei der eindeutigen Zuordnung. |
Gemeint ist ein Netzteil mit medizinischen Sicherheitsnachweisen für einen definierten Anwendungsumfang, üblicherweise mit Bezug auf IEC/EN 60601-1. Maßgeblich sind das genaue Modell, die Normausgabe, das Zertifikat und die Einbaubedingungen. Die Kategorienbezeichnung allein ersetzt diese Prüfung nicht.
2 MOPP steht für zwei Patientenschutzmaßnahmen an einem festgelegten Isolationspfad. Der Nachweis gilt unter definierten Bedingungen. Er bedeutet weder automatisch zwei physisch getrennte Bauteile noch eine vollständige Zulassung des angeschlossenen Medizingeräts.
Das lässt sich aus der Kategorie oder einer 2-MOPP-Angabe allein nicht ableiten. BF und CF beziehen sich auf Anwendungsteile. Die gesamte Isolation und die zulässigen Patientenableitströme sind für das konkrete Gerätekonzept zu bewerten.
Ja, das Sortiment umfasst auch Ausführungen ohne Lüfter. Prüfen Sie, welche Leistung bei natürlicher Konvektion zulässig ist und ob ein Systemluftstrom benötigt wird. Umgebungstemperatur, Einbaulage und Derating bestimmen die nutzbare Leistung.
Dafür muss zunächst die Stromart feststehen: Erdableitstrom, Berührungsstrom und Patientenableitstrom haben unterschiedliche Bewertungsbedingungen. Anwendungsteile, Schutzkonzept und Fehlerbedingungen bestimmen die Anforderungen. Ein einzelner pauschaler Mikroamperewert genügt nicht zur Auswahl.
Es ist ein wichtiger Nachweis für eine Komponente. Das vollständige medizinische elektrische Gerät benötigt dennoch die passende Bewertung einschließlich der relevanten Ergänzungs- und Besonderen Normen. Einbau, weitere Baugruppen und bestimmungsgemäßer Einsatz werden dabei berücksichtigt.
Wenn das Gerätekonzept eine weitere galvanische Trennung oder eine andere DC-Ausgangsspannung erfordert. Ob diese Stufe nötig ist, ergibt sich aus dem gesamten Isolationskonzept. Der Bereich DC/DC-Wandler mit EN60601 bietet den passenden Produkteinstieg.
Hilfreich sind die Anwendung, Zielmärkte, Eingangsspannung, Ausgangsspannungen und Ströme, Dauer- und Spitzenlast, Bauraum, Kühlung und Umgebungstemperatur. Nennen Sie außerdem das vorgesehene Schutzkonzept, Anwendungsteile und benötigte Prüf- beziehungsweise Zertifikatsnachweise.
CME unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Stromversorgung für die Medizintechnik. Senden Sie uns Ihre elektrischen Anforderungen und die Einbaubedingungen, damit Leistung, Kühlung und erforderliche Nachweise gemeinsam abgeglichen werden können. Grundlagen zur Geräteintegration bietet das Glossar Netzteile und DC/DC-Wandler für OEM.
Über die Übersicht aller Netzteile gelangen Sie zu weiteren Bauformen und Versorgungskonzepten. Die Funktionsweise erklärt der Beitrag AC/DC-Schaltnetzteile erklärt.