
MPL Serie
Serien- und ModellübersichtSingle Output Ultra-Miniature SIP AC/DC Power Supplies
MicroPower Direct MPL Serie entdeckenPrintmontage-Netzteile integrieren die AC/DC-Stromversorgung direkt auf der Leiterplatte. Diese Printnetzteile und AC/DC-Module werden als OEM-Netzteile für Industrieelektronik, Steuerungen und kompakte Geräte eingesetzt. Bei CME wählen Sie nach Ausgangsleistung, Spannung, Bauform und Einbaubedingungen. Entscheidend sind außerdem Pinbelegung, Isolation, Wärmeabfuhr und die Anforderungen Ihrer Elektronik.
Der Bauformüberblick umfasst SMD, SIP, DIP und Modul-Bauform. Vergleichen Sie beim konkreten Modell Abmessungen, Anschlussraster und zulässigen Lötprozess. Neben kompakten Schaltnetzteilen enthält das Sortiment auch spezielle AC/DC-Module; Funktion und erforderliche Zusatzbeschaltung müssen zur Anwendung passen.
Legen Sie zuerst fest, welche elektrische Funktion auf der Platine benötigt wird. Ein AC/DC-Netzteil wandelt Netz-Wechselspannung in Gleichspannung um. Ob das gewählte Modul bereits die vollständige Versorgung Ihrer Elektronik übernimmt oder weitere Stufen benötigt, ergibt sich aus seiner Funktion und dem Datenblatt.
| Ihre Aufgabe | Passender Ansatz |
|---|---|
| Steuerung oder Industrieelektronik versorgen | Ein AC/DC-Printnetzteil mit passenden Ausgangsspannungen und ausreichender Leistung auswählen. Dauerlast, Einschaltvorgänge und Lastspitzen berücksichtigen. Pinraster und Bauraum früh mit dem Leiterplattenlayout abstimmen. |
| Kompaktes OEM-Gerät entwickeln | Bauhöhe, Grundfläche, Isolation und Wärmeabfuhr gemeinsam bewerten. Ein kleines Modul spart nur dann Platz im Gerät, wenn auch die erforderlichen Abstände und externen Bauteile in das Layout passen. |
| Empfindliche Sensor- oder Messelektronik versorgen | Restwelligkeit, Netzregelung und Lastregelung des Netzteils mit den Anforderungen der Schaltung vergleichen. Zusätzliche Filter oder nachgeschaltete Regler bei Bedarf nach Herstellerempfehlung auslegen. |
| PFC-Frontend für einen DC-Zwischenkreis integrieren | Die Powerstax-FP-Module im Sortiment stellen einen 380-V-DC-Zwischenkreis für nachgeschaltete DC/DC-Wandler bereit. Sie sind keine direkte Niederspannungsversorgung für Steuerelektronik. Die genannte Isolation zur Basisplatte darf nicht mit einer galvanischen Trennung zwischen Eingang und Ausgang gleichgesetzt werden. |
| Eine vorhandene DC-Spannung umwandeln | Für eine andere Gleichspannung oder eine zusätzliche galvanische Trennung führt die Auswahl zu DC/DC-Wandlern. Die vorgesehene Eingangsspannung entscheidet; eine ähnliche Modulform macht AC/DC- und DC/DC-Wandler nicht austauschbar. |
| Netzteil separat im Gerätegehäuse montieren | Bei Chassis- oder Off-Board-Montage kommt ein separat befestigtes internes Netzteil infrage. Printmontage bezeichnet dagegen die Montage auf der Leiterplatte; beide Lösungen sind Formen von Einbaunetzteilen. |
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Merkmale: SMD steht für die Oberflächenmontage, SIP und DIP kennzeichnen die Anordnung von Anschlussreihen. „Modul“ bezeichnet die Baugruppe. Deshalb sind Montageart, Anschlussanordnung und Gehäuseausführung getrennt zu prüfen; nicht jede Serie ist in jeder Variante verfügbar.
| Bauform oder Merkmal | Bedeutung für die Integration |
|---|---|
| SMD / Oberflächenmontage | Anschlüsse werden auf Lötflächen der Leiterplatte befestigt. Eignung für Reflow, zulässiges Temperaturprofil und weitere Fertigungsvorgaben müssen für das konkrete Modul ausdrücklich dokumentiert sein. |
| SIP / Single-In-Line | Die Anschlüsse sind in einer Reihe angeordnet. Die im Sortiment beschriebenen SIP-Schaltnetzteile sind anhand ihrer Einbauzeichnung zu prüfen: Rastermaß, Anschlusslänge, Bauhöhe und mechanische Belastung sind relevant. |
| DIP / Dual-In-Line | Die Anschlüsse sind in zwei Reihen angeordnet. Bei bedrahteten Ausführungen gehören Pinabstand, Reihenabstand, Bohrbild und Einbaurichtung zur Layoutprüfung. Die Bezeichnung allein legt weder Leistung noch Isolation fest. |
| THT / Durchsteckmontage | Bedrahtete Anschlüsse werden durch Leiterplattenbohrungen geführt und verlötet. Zulässige Löttemperatur, Verweildauer und Fertigungsverfahren aus den Unterlagen übernehmen. Ein THT-Modul ist nicht automatisch für einen Reflow-Prozess geeignet. |
| Modul / vergossene Ausführung | Ein Modul kann offen oder vergossen ausgeführt sein. Verguss ist eine konstruktive Eigenschaft und kein pauschaler Nachweis einer IP-Schutzart. Bauform, Wärmeabfuhr und zulässige Umgebungsbedingungen bleiben modellabhängig. |
| Open-Frame / offene Ausführung | Ein Open-Frame-Netzteil besitzt keine vollständig umschließende Abdeckung. Offene und vergossene Varianten sind bei einzelnen Serien beschrieben. Berührschutz, Befestigung und Abstände werden im Endgerät berücksichtigt. |
Nutzen Sie die Produktfilter für Hersteller, Serie, Ausgangsleistung, Ausgangsspannung, Ausgangsstrom, Eingangsspannung, Ein-/Ausgangsisolation, Bauform, Bauform Detail und Anwendung. Im aktuellen Sortiment sind MicroPower Direct und Powerstax vertreten. Die Filter dienen der Vorauswahl; maßgeblich sind die Unterlagen des ausgewählten Modells.
| Kriterium | Datenblatt und Anwendung abgleichen |
|---|---|
| Eingang und AC/DC-Funktion | Eingangsspannungsbereich, Netzfrequenz und Anlaufverhalten prüfen. Einige AC/DC-Netzteile erlauben zusätzlich einen definierten DC-Eingang; dessen Grenzen separat beachten. Ein vorgeschaltetes AC/DC-Frontend kann eine nachfolgende DC/DC-Stufe benötigen. |
| Ausgangsspannung, Strom und Leistung | Dauerlast, Anlaufspitzen und notwendige Leistungsreserve festlegen. Bei mehreren Ausgängen zusätzlich Lastverteilung, Mindestlast und gleichzeitige Belastbarkeit prüfen. Die verfügbare Leistung hängt auch von der Kühlung ab. |
| Restwelligkeit und Regelung | Restwelligkeit (Ripple & Noise) sowie Netz- und Lastregelung anhand der angegebenen Messbedingungen vergleichen. Messbandbreite, externe Kondensatoren und Lastzustand beeinflussen die Vergleichbarkeit der Werte. |
| Einschaltstrom / Inrush | Den Einschaltstrom des Netzteils mit vorgeschalteter Sicherung, Schaltkontakt und Netzanschluss abstimmen. Externe Absicherung, Überspannungsschutz oder Filterbauteile gemäß Herstellerbeschaltung auswählen. |
| Wirkungsgrad und Standby | Wirkungsgrad am vorgesehenen Lastpunkt und Leistungsaufnahme im Leerlauf vergleichen. Ein allgemeiner Serienwert gilt nicht automatisch für jede Ausgangsvariante oder jeden Eingangsspannungs- und Temperaturbereich. |
| Kühlung und Derating | Natürliche Konvektion, Einbaulage und gegebenenfalls Luftstrom berücksichtigen. Ohne eigenen Lüfter benötigt das Modul trotzdem ausreichende Wärmeabfuhr. Derating beschreibt die unter bestimmten Bedingungen erforderliche Leistungsreduzierung. |
| Schutzfunktionen | Überstrom-, Kurzschluss- und gegebenenfalls Überspannungs- oder Übertemperaturschutz anhand des Modells prüfen. Für die Anwendung ist auch wichtig, ob der Ausgang automatisch wieder anläuft oder ein Neustart erforderlich ist. |
Bei der PCB-Montage liegt die Stromversorgung unmittelbar auf der Leiterplatte des Geräts. Das erleichtert die Integration, verlangt aber eine gemeinsame Betrachtung von Anschlussbelegung, Layout, Isolation, Temperatur und EMV. Einbaubedingungen und geforderte Nachweise hängen vom Modul, der Anwendung und dem Zielmarkt ab.
| Prüfpunkt | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|
| Pinbelegung und Leiterplattenlayout | Footprint, Pin-Nummerierung, Einbaurichtung, Leiterbahnbreiten und Bohrbild anhand der aktuellen Zeichnung prüfen. Freiräume, Abstände zu benachbarten Bauteilen und die mechanische Belastung durch das Modul einplanen. |
| Isolation, Kriech- und Luftstrecken | Kriechstrecken verlaufen entlang einer Isolieroberfläche, Luftstrecken durch die Luft. Anforderungen hängen unter anderem von Spannung, Isolationskonzept und Einsatzbedingungen ab. Die Isolationsprüfspannung allein beschreibt die elektrische Sicherheit des Endgeräts nicht vollständig. |
| EMV und externe Beschaltung | Die Prüfbedingungen und empfohlene Eingangsbeschaltung des Herstellers beachten. Eine genannte EMV-Klasse kann externe Filterbauteile voraussetzen. Leiterplattenlayout, Leitungen und Gehäuse beeinflussen das Ergebnis im vollständigen Gerät. |
| IEC / EN / UL 62368-1 und ältere Angaben | Für passende Audio-/Video-, IT- und Kommunikationsanwendungen ist IEC/EN/UL 62368-1 relevant. Im Bestand genannte EN-60950-Nachweise beziehen sich auf ältere Bewertungen; sie dürfen nicht ohne neuen Nachweis in eine 62368-1-Zulassung umgeschrieben werden. Anwendbare Norm und Ausgabe projektspezifisch klären. |
| UL Recognized und Einbaubedingungen | Eine UL Recognized Component wird als Komponente zur Integration bewertet. Modellzuordnung und Conditions of Acceptability prüfen. Das Zeichen ist keine pauschale UL-Zulassung des vollständigen Endgeräts und wird nicht für alle Artikel dieser Kategorie behauptet. |
| Medizinische Anwendungen | Für medizinische Geräte sind unter anderem die passenden Nachweise nach IEC/EN 60601-1 zu berücksichtigen. Der Einstieg zu medizinischen Netzteilen / EN60601-Netzteilen führt zur spezialisierten Auswahl. Printmontage allein sagt nichts über eine medizinische Zulassung aus. |
Nach der Datenblattauswahl folgt die Prüfung in der vorgesehenen Elektronik. Dabei zählt das Verhalten im vollständigen Gerät: Anschlussleitungen, angeschlossene Lasten und benachbarte Wärmequellen gehören zum Aufbau. Die folgenden Punkte ergänzen die Auswahl vor der Serienfreigabe.
| Prüfsituation | Nutzen für Ihre Anwendung |
|---|---|
| Start mit kapazitiver Last | Die Summe der Eingangskondensatoren nachgeschalteter Baugruppen mit der zulässigen kapazitiven Last des Moduls vergleichen. Wiederholtes Ein- und Ausschalten des Ausgangs kann auf einen Anlauf im Überlastschutz hinweisen. Die Ursache anhand von Spannung und Strom beim Start eingrenzen; eine größere Ausgangskapazität ist nicht automatisch eine Verbesserung. |
| Mess- und Sensorelektronik | Ripple und Noise unter den im Datenblatt genannten Bedingungen messen und anschließend am Versorgungspunkt der empfindlichen Schaltung kontrollieren. Messbandbreite, Anschlussführung und Lastzustand dokumentieren. So lassen sich Modulgrenzen und Störungen aus dem eigenen Aufbau auseinanderhalten. |
| Relais, Kommunikationsmodule und wechselnde Last | Anlauf und typische Lastsprünge im realen Betriebsablauf prüfen. Ein Funkmodul oder ein geschalteter Verbraucher kann kurzzeitig deutlich mehr Strom benötigen als im Mittel. Versorgungseinbrüche und die Erholung des Ausgangs mit der zulässigen Spannung der Elektronik abgleichen. |
| Wärme im geschlossenen Gerät | Bei höchster vorgesehener Umgebungstemperatur und relevanter Netzspannung prüfen. Umgebungstemperatur, Modultemperatur und gegebenenfalls Basisplattentemperatur sind verschiedene Größen. Die jeweils maßgebliche Derating-Kurve anwenden; eine zulässige Gehäusetemperatur nicht als Freigabe der Umgebungstemperatur lesen. |
| Serienfreigabe und Variantenwechsel | Freigegebene Bestellnummer, Datenblattrevision, Leiterplattenlayout, externe Bauteile, Lötprozess und Prüfbedingungen dokumentieren. Ein ähnlicher Footprint genügt nicht für einen Austausch: Pinbelegung, Schutzverhalten, Lastgrenzen und Nachweise erneut abgleichen. |
Ein Printmontage-Netzteil ist für die Montage auf einer Leiterplatte vorgesehen. Häufig werden auch die Begriffe Printnetzteil, PCB-Netzteil oder On-Board-Netzteil verwendet. In dieser Kategorie geht es um AC/DC-Stromversorgungen und entsprechende Module; die konkrete elektrische Funktion ist am Modell zu prüfen.
Ein AC/DC-Netzteil wandelt Wechselspannung in Gleichspannung um. Ein DC/DC-Wandler arbeitet mit Gleichspannung am Eingang. Beide können ähnliche Gehäuse und Anschlüsse besitzen. Eingang, Ausgang und Isolation müssen daher unabhängig von der äußeren Form verglichen werden.
Nein. SMD beschreibt die Oberflächenmontage; SIP und DIP die Anordnung einer beziehungsweise zweier Anschlussreihen. Ein Modul ist eine Baugruppe, die unterschiedliche Montage- und Gehäuseformen haben kann. Verfügbarkeit und Fertigungseignung ergeben sich aus der konkreten Serie.
Nein. Eine Vergussmasse allein belegt keine bestimmte IP-Schutzart und keine uneingeschränkte Eignung für Feuchtigkeit oder Kondensation. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen für das Modell dokumentiert sein.
Das hängt von Verlustleistung, Einbau und Umgebungstemperatur ab. Bei Modellen für natürliche Konvektion muss die Wärme ohne aktiven Luftstrom ausreichend abgeführt werden. Die zulässige Ausgangsleistung und etwaige Derating-Kurven sind auch bei einem Modul ohne eigenen Lüfter zu beachten.
Nicht pauschal. Externe Sicherung, Filter, Schutzbauteile oder Kondensatoren können laut Hersteller erforderlich sein. Spezielle Frontend-Module benötigen außerdem eine nachgeschaltete Wandlungsstufe. Entscheidend sind Applikationsschaltung und Funktion des konkreten Modells.
Das richtet sich nach Anwendung und Zielmarkt. Prüfen Sie Zertifikat, genaue Modellbezeichnung, Normausgabe und Einbaubedingungen. Angaben wie EN 60950, IEC/EN/UL 62368-1 oder IEC/EN 60601-1 sind nicht austauschbar. Ein Komponentennachweis ersetzt nicht die Bewertung des vollständigen Geräts.
Hilfreich sind Eingangsspannung, gewünschte Ausgänge, Dauer- und Spitzenlast, verfügbarer Bauraum, Pinlayout und Lötprozess. Ergänzen Sie Umgebungstemperatur, Kühlung, Anforderungen an Restwelligkeit, Isolation und Nachweise sowie die geplante Anwendung.
CME unterstützt Sie bei der Auswahl einer Stromversorgung für Ihre Elektronik. Übermitteln Sie uns die elektrischen Anforderungen und die Einbaubedingungen, damit Printmontage, Leistung und benötigte Nachweise gemeinsam abgeglichen werden können. Das Glossar Netzteile und DC/DC-Wandler für OEM erläutert die Geräteintegration.
Printmontage-Netzteil anfragenWeitere Versorgungskonzepte finden Sie in der Übersicht aller Netzteile. Die Funktionsweise erklärt der Beitrag AC/DC-Schaltnetzteile erklärt.